EU-Hosting sagt nur, wo Daten liegen. Für KI Datenschutz müssen Sie drei Dinge trennen: Speicherung, Verarbeitung im Modell und Zugriff durch Dritte. Stand 25.09.2026, keine Rechtsberatung.
Ein Rechenzentrum in Frankfurt beantwortet nur die erste Frage.
Bei KI Datenschutz und EU-Hosting hilft eine einfache Trennung. Sie beantwortet, was ein Anbieter mit "EU" eigentlich meint.
Wo liegen Ihre Daten, also Dokumente, Chatverläufe und Protokolle?
Wo läuft das Modell, das Ihre Anfrage liest und beantwortet? Das kann ein anderer Ort sein als die Speicherung.
Wer kann Daten einsehen, etwa Support-Mitarbeitende oder Unterauftragsverarbeiter?
Ein EU-Server oder eine EU-Modellregion belegt nicht, dass alle angebundenen Dienste und Datenflüsse in der EU bleiben.
Microsoft bietet die EU Data Boundary für Copilot. Ob eine konkrete Anfrage innerhalb verarbeitet wird, hängt von den aktivierten Modellen und den Mandanteneinstellungen ab.
Prüfen Sie deshalb in Ihrem Mandanten: Welche Modelle sind aktiv, wer sind die Unterauftragsverarbeiter, und ist Flex Routing an oder aus?
Wir bewerten neutral und nennen alle Anbieter gleich. Verbindlich ist immer die aktuelle Anbieterdokumentation.
Bei der Anthropic Claude API direkt kennt der Parameter inference_geo derzeit nur "us" oder "global". Eine reine EU-Option gibt es dort nicht. Stand 25.09.2026.
Claude über Amazon Bedrock oder Google Cloud Vertex AI hat eigene Regionen. Prüfen Sie je Modell und Endpunkt, was tatsächlich gilt.
Für ChatGPT und andere Anbieter gilt dieselbe Regel: Fragen Sie vor Vertragsschluss beim Anbieter nach Speicherort, Verarbeitungsort und Unterauftragsverarbeitern. Aussagen zu einem Produkt lassen sich nicht automatisch auf ein anderes übertragen.
Bei einer Übermittlung in ein Drittland kann ein Angemessenheitsbeschluss greifen. Standardvertragsklauseln können eine Prüfung der Übermittlung und zusätzliche Garantien erfordern.
Unterschreiben allein ist deshalb keine automatische Antwort. Prüfen Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag und die Einstellungen, statt pauschal neu zu unterschreiben. Lassen Sie sich dazu rechtlich beraten.
Wo liegen Dokumente, Chatverläufe und Protokolle?
Welches Modell läuft wo? Aktivierte Modelle und Flex Routing im eigenen Mandanten ansehen.
Wer darf Daten einsehen? Unterauftragsverarbeiter und Support-Zugriffe erfragen.
Auftragsverarbeitungsvertrag lesen und Einstellungen prüfen, nicht pauschal neu unterschreiben.
Auch verbundene Werkzeuge und Datenflüsse einbeziehen, nicht nur das Modell.
Wir sind keine Rechtsanwälte. Dieser Artikel ordnet Fragen, er bewertet keinen Vertrag. Anbieter ändern Regionen und Einstellungen. Nutzen Sie ihn als Gesprächsgrundlage mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Welche der drei Fragen könnten Sie für Ihr wichtigstes KI-Werkzeug heute schon beantworten?
Alle Angaben ohne Gewähr und keine Rechtsberatung. Preise und Bedingungen ändern sich; prüfen Sie sie vor einer Entscheidung beim Anbieter.
Nein. EU-Hosting sagt nur, wo Daten liegen. Verarbeitung im Modell und Zugriff durch Dritte sind eigene Fragen. Keine Rechtsberatung.
Microsoft bietet die EU Data Boundary für Copilot. Ob eine Anfrage innerhalb bleibt, hängt von aktivierten Modellen und Mandanteneinstellungen ab. Anthropic-Modelle sind davon ausgenommen. Stand 25.09.2026.
Bei der Claude API direkt steuert inference_geo derzeit nur "us" oder "global". Über Amazon Bedrock oder Google Cloud Vertex AI gelten eigene Regionen, je Modell und Endpunkt zu prüfen. Stand 25.09.2026.
Flex Routing kann Verarbeitung außerhalb der EU Data Boundary erlauben. Für berechtigte Mandanten, die nach dem 25. März 2026 angelegt wurden, ist es standardmäßig an. Im eigenen Mandanten prüfen.
Nicht pauschal. Prüfen Sie Auftragsverarbeitungsvertrag und Einstellungen. Bei Drittlandübermittlung kann zusätzliche Prüfung nötig sein. Lassen Sie sich rechtlich beraten.
Wir helfen, die drei Fragen für Ihre Werkzeuge zu klären, neutral und ohne Anbieterbindung. Rechtsberatung leisten wir nicht.